Eine kleine Jazz-Musik

Art.Nr.: 610368

Sprache: deutsch

Autor: Manfred Schmitz

ISBN: 978-3-89922-083-4

EUR 24,95
inkl. 7 % USt

  • Sofort versandfähig, ausreichende Stückzahl Sofort versandfähig, ausreichende Stückzahl
  • Gewicht 0.96 kg


Zahlungsweisen

PayPal, Lastschrift, Kreditkarte, Rechnung Vorkasse Kreditkarte

Überlegungen zu

JAZZ IM KLAVIERUNTERRICHT

Die JAZZ-Musik ist eigentlich eine Live-Musik mit all den Möglichkeiten, die Spontaneität überhaupt bieten kann: kreativ einer musikalischen Idee - eines musikalischen Einfalls - einer sich plötzlich und ungewollt ergebenden interessanten melodischen oder rhythmischen Wendung folgend, mit ihr „spielen“ – sie abändern – erweitern – verkürzen ...

Diese vitale Musik trifft nun auf ein eigentlich „fertiges“ und „ausgereiftes“ musiktheoretisches Konzept der traditionellen Musik, die eigentlich ja auch ursprünglich in ihren allerersten Anfängen eine Live-Musik war.

Somit entstehen viele Fragen wie:

– „Passt“ nun diese JAZZ-Musik in das traditionelle Theoriekonzept?

– Reicht die herkömmliche Schreibweise aus?

– Wie kann man das Notenbild jazzmäßig klanglich entschlüsseln?

Die traditionelle Musik basiert ja – in grob vereinfachter Form – auf zwei musikhistorischen Entwicklungslinien:

1. Kommunikationsgründe ließen mit vielen Geburtswehen die NOTENSCHRIFT entstehen.

2. Musikhandwerkliche Ästhetik brachte musikalische FORMEN und dazugehörige „strenge Gesetze“ und ausgefeilte theoretische Grundsätze hervor.

So stehen sich nun zwei unterschiedliche Welten gegenüber:

– musikalische Spontaneität (musikantische)

– musikalische Gesetzmäßigkeit (theoretische)

Die musikalischen Gesetze (oder Regeln) wollen eigentlich im positiven Sinn die Spontaneität profilieren, sozusagen dem vitalen Findling eine wirkungsvollere Form geben. Leider geht aber viel zu oft durch „Formenliebe“ die vitale Ursprünglichkeit (und somit die Seele) verloren.

In der JAZZ-Musik haben sich nun auch Regeln und Gesetze „eingenistet“ – das geschieht zwangsläufig. Was jedoch ihre Auslegung und praktische Anwendung betrifft, sollte stets ein lebendiges und freies Musizieren das Ziel sein. Denn: bloße Erfüllung von Gesetzen ist der Tod in der Musik. Zuerst war die Musik, erst dann kamen die Gesetze.

[…]

Da die JAZZ-Musik noch so jung und ihre Urwüchsigkeit noch relativ unverbraucht ist, sei uns vergönnt, mit ihr musikantisch spontan umzugehen, um sie zu erleben, ohne dass man gleich bei künstlich geschaffenen Heiligenscheinen aneckt!

WEGWEISER zum ZIEL

„SWING ist eine der Hauptkomponenten des JAZZ – wenn der SWING fehlt, ist es auch kein JAZZ“.

Diese einfache und zugleich wichtigste Formel für alle Musiker, die sich mit Jazzmusik beschäftigen oder beschäftigen wollen, verrät uns der kanadische Jazzpianist OSCAR PETERSON, der ungekrönte König unter den Jazzpianisten weltweit.

In „Eine kleine JAZZ-MUSIK für Klavier“ soll nun durch viele Möglichkeiten dieser SWING bei jedem Spieler in Bewegung gebracht werden – und das schon von Anfang an.

[…]

Also: Spielen – denken – üben – swingen!!

Eine kleine Jazz-Musik

Der bekannte Jazz-Pianist Oscar Peterson sagte einmal „Swing ist eine der Hauptkomponenten des Jazz – wenn der Swing fehlt, ist es auch kein Jazz.“ Manfred Schmitz hat sich diesen Leitsatz zu Herzen genommen und in seiner pädagogisch wertvollen Art ein Buch geschrieben, um die kindlich-musikalische Spielfreude in Jazz-geeignete Bahnen zu lenken. Es gelingt ihm, die wesentlichen Aspekte des Jazz auf den Punkt zu bringen und diese in zahlreichen Beispielen zu verdeutlichen und grafisch so ansprechend zu präsentieren, dass gerade Kinder keinen Theoriefrust schieben.

So bekommen die Schüler in 11 Kapiteln unzähliges Spielmaterial für die unterschiedlichen Facetten des Jazz zur Verfügung gestellt. Neben Solo-Stücken gibt es auch diverse Stücke zu drei oder vier Händen. So beschäftigen sich alle Stücke in Kapitel 1 mit der triolischen Spielweise, Kapitel 2 mit der vorgezogenen Spielweise der betonten Zählzeiten. Kapitel 3 und 4 behandeln das akzentuierte Legato und die Legato-Repetitionen. Kapitel 5 und 6 beschäftigen sich mit Dur-Tonleitern und Molltonleitern, mit denen man Stücke begleiten kann. Von Kapitel 7 bis ins letzte elfte Kapitel lernt der Klavierschüler alles über die musikalische Theorie, die beim Jazz und beim Improvisieren hilfreich ist: hier geht es um Intervalle, Dreiklänge, Kadenzen, Vierklänge (Septakkorde), Stücke im Swing-Stil und im Jazz-Waltz, den 5/4-Takt (Take Five) und das Blues-Schema (Blues und Boogie Woogie). 

Geeignet ist dieses Spielbuch für Klavierschüler, die schon über Erfahrung im klassischen Klavierspiel verfügen und ein Grundverständnis von Notation und Spielanweisung besitzen. Eine CD rundet das rund 220 Seiten starke Buch ab. Darauf enthalten sind Spielerläuterungen und Beispiele zum Nachspielen und Anhören.

Kapitel 1

+ Triolische Spielweise

1. Kleine Swing-Premiere (2-händig)

+ Papageien-Spiele I

2. Kleine Konzert-Premiere (4-händig)

3. Selbstgespräch (2-händig)

4. Ich und Du I (2-händig)

5. Zu zweit ganz groß I (4-händig)

6. Ich und Du II (2-händig)

7. Zu zweit ganz groß II (4-händig)

8. Papageien-Swing (4-händig)

9. Ich und Du III (2-händig)

10. Ein spannendes Gespräch (3-händig)

11. Plauderei (2-händig)

12. Konzertante Plauderei (3-händig)

13. Little Swing Time (2-händig)

14. Little Swing Time In Concert (4-händig)

15. Kleine Jazz-Invention (2-händig)

16. Erholungs-Boogie (2-händig)

17. Papageien-Blues (3-händig)

18. Papageien-Blues zu dritt (4-händig)

19. Papageien-Blues In Concert (4-händig)

Kapitel 2

+ Vorgezogene Spielweise

20. Kleine Spielerei (2-händig)

21. Pfiffikus I (4-händig)

22. Pfiffikus II (2-händig)

23. Pfiffikus III (2-händig)

24. Evening Song I (4-händig)

25. Evening Song II (2-händig)

26. Swing-Dialog (2-händig)

27. Swing-Dialog In Concert (4-händig)

28. Papageien-Boogie I (2-händig)

29. Papageien-Boogie II (2-händig)

30. Papageien-Boogie In Concert (4-händig)

31. Trauriger Blues In Concert (4-händig)

32. Trauriger Blues (2-händig)

+ Papageien-Spiele II

Kapitel 3

+ Akzentuiertes Legato

33. Harlekin-Parade (2-händig)

34. Power Day (2-händig)

35. Birthday Song (2-händig)

36. Birthday Song In Concert (4-händig)

37. Birthday Song mit Überraschung (2-händig)

38. Birthday Song mit Überraschung In Concert (4-händig)

39. Power Play In Swing (2-händig)

40. Swing-Intermezzo (2-händig)

Kapitel 4

+ Legato-Repetition

+ Papageien-Spiele III

41. Hello, Swinging Boy (2-händig)

42. Hello, Swinging Boy In Concert (4-händig)

43. Happy Swinging (2-händig)

44. Happy Swinging In Concert (4-händig)

45. Joker-Boogie (4-händig)

46. Kleine Swing Show (2-händig)

47. Swing-Party (2-händig)

Kapitel 5

+ Tonleitern im Swinging-Pool

48. Tonleiter-Song (4-händig)

49. Tonleiter-Swing (2-händig)

50. Tonleiter-Swing In Concert (4-händig)

51. Gospel-Song (4-händig)

52. Auf und ab (2-händig)

53. Übermut (2-händig)

54. Querkopf (2-händig)

55. Der kleine Czerny-Swing (2-händig)

56. Czerny-Swing mit Überraschung (2-händig)

57. Spiel-Mix (2-händig)

58. Ferien!! (2-händig)

59. Fröhlicher Ausflug (2-händig)

60. Spiel-Mix II (2-händig)

61. Kleine Sammy-Davis-Show (2-händig)

62. Große Sammy-Davis-Show (2-händig)

63. Spiel-Mix III (2-händig)

64. Jogging-Play (2-händig)

65. Kurzstrecke (2-händig)

66. Mittelstrecke (2-händig)

67. Langstrecke (2-händig)

68. Im Gospel-Flair (2-händig)

69. Im Blues-Flair (2-händig)

+ Tonleiter-Familie im Swinging-Pool

Kapitel 6

+ Blues-Tonleitern im Swinging-Pool

70. Spontane Idee I (2-händig)

71. Spontane Idee II (2-händig)

72. Spontane Idee In Concert (4-händig)

+ Im Leadsheet-Studio I

73. Swingende Idee (2-händig)

74. Idee im Ragtime-Flair (2-händig)

75. Session-Play I (2-händig)

76. Session-Play II (2-händig)

77. Session-Play In Concert (4-händig)

+ Im Leadsheet-Studio II

78. Spaziergang (2-händig)

79. Spaziergang im Ragtime-Flair (2-händig)

80. Drive-Play I (2-händig)

81. Drive-Play II (2-händig)

82. Drive-Play In Concert (4-händig)

+ Im Leadsheet-Studio III

83. Im Swing-Feeling I (2-händig)

84. Im Swing-Feeling II (2-händig)

85. Solo-Play I (2-händig)

86. Solo-Play II (2-händig)

87. Solo-Play In Concert (4-händig)

+ Im Leadsheet-Studio IV

88. Clownerie I (2-händig)

89. Clownerie II (2-händig)

90. Frechdachs I (2-händig)

91. Frechdachs II (2-händig)

92. Frechdachs In Concert (4-händig)

+ Im Leadsheet-Studio V

93. Dancing-Flair I (2-händig)

94. Dancing-Flair II (2-händig)

Kapitel 7

+ Im Improvisations-Studio I

95. Swing-Festival (2-händig)

Kapitel 8

+ Swing In Concert

96. Tanz der blauen Katzen (4-händig)

97. Tanz der Marionetten (4-händig)

98. Eine kleine Jazz-Musik (4-händig)

99. Dancing-Bar I (4-händig)

100. Dancing-Bar II (2-händig)

101. Crime Time I (2-händig)

102. Crime Time II (2-händig)

Kapitel 9

Musikalische Theorie I

+ Intervalle im Swinging-Pool

103. Intervall-Swing I (2-händig)

104. Intervall-Swing II (2-händig)

105. Intervall-Swing III (2-händig)

106. Intervall-Swing IV (2-händig)

107. Intervall-Kombi I (2-händig)

108. Intervall-Kombi II (2-händig)

Musikalische Theorie II

+ Dreiklänge im Swinging-Pool

109. Mini-Hit in Swing I (2-händig)

110. Mini-Hit in F (2-händig)

111. Mini-Hit in G (2-händig)

112. Swing-Jogging für DREI (2-händig)

113. Der lustige Querkopf (2-händig)

114. Spielspaß (2-händig)

115. Bunter Harlekin (2-händig)

116. Bunter Harlekin in F (2-händig)

Musikalische Theorie III

+ Kadenz im Swinging-Pool

117. Harmonie-Jogging für DREI (2-händig)

118. In Spiellaune (2-händig)

119. Harmonie-Kreisel (2-händig)

120. Abend-Blues (2-händig)

Musikalische Theorie IV

+ Vierklänge (Septakkorde) im Swinging-Pool

121. Swing-Jogging für VIER (2-händig)

122. Inspiration (2-händig)

123. Spiel-Idee (2-händig)

124. In VIERER-Laune (2-händig)

125. Mini-Hit in Swing II (2-händig)

126. Mini-Hit in D (2-händig)

127. Mini-Hit in Eb (2-händig)

Musikalische Theorie V

+ II-V-I-Verbindung im Swinging-Pool

128. Harmonie-Wanderung (2-händig)

129. Solo für DREI I (2-händig)

130. Solo für DREI II (2-händig)

131. Das Swing-Chamäleon I (2-händig)

132. Das Swing-Chamäleon II (2-händig)

133. Jazz-Thema mit Swing-Chamäleon (2-händig)

134. Traurige Augen (2-händig)

135. Traurige Geschichte (2-händig)

Kapitel 10

Konzertante Werkstatt I

+ II-V-I-Verbindung

136. An einem Ferientag (2-händig)

137. An einem Ferientag In Concert (4-händig)

138. In großer Eile (2-händig)

139. Ballade minor (2-händig)

140. Ballade minor In Concert (4-händig)

141. Scherzo in Jazz (2-händig)

142. Scherzo in Jazz In Concert (3-händig)

Konzertante Werkstatt II

+ Jazz-Waltz

143. Einsame Melodie I (2-händig)

144. Einsame Melodie II (2-händig)

145. Einsame Melodie III (2-händig)

146. Jazz-Waltz in A-Moll (2-händig)

Konzertante Werkstatt III

+ 5/4-Takt (Take Five)

147. Der kleine FÜNFER in C (2-händig)

148. Der kleine FÜNFER-Swing in C (2-händig)

149. Das FÜNFER-Rondo in C (2-händig)

150. Der Konzert-FÜNFER in C (4-händig)

151. Das FÜNFER-Rondo in F (2-händig)

152. Der Konzert-FÜNFER in F (4-händig)

Konzertante Werkstatt IV

+ Blues-Schema (Blues)

153. Der History-Blues (2-händig)

154. Swinging-Blues (3-händig)

155. Swinging-Blues In Concert (4-händig)

156. Blues In The Rain (3-händig)

157. Riff-Blues (2-händig)

158. Happy Old Blues (2-händig)

Konzertante Werkstatt V

+ Blues-Schema (Boogie Woogie)

159. Schnuckie-Boogie (2-händig)

160. Boogie-Trip (2-händig)

161. Boogie Power in C (2-händig)

Kapitel 11

+ Im Improvisations-Studio II

+ Das Domino-Spiel

162. Domino-Swing (2-händig)

+ Zum Domino-Spiel

+ Begleit-Formen

+ Spiel-Figuren

+ Nachgedanken und Tipps

163. Chromatic-Swing (2-händig)

+ Akkordsymbole

Manfred Schmitz dürfte wohl zu den fleißigsten Musikern der Gegenwart zählen. Dabei verbindet sich sein Schaffen als Pianist, Komponist, Arrangeur und Bandleader seit jeher auf einzigartige Weise mit seinem Engagement für den musikalischen Nachwuchs. Jahrgang 1939, studierte er von 1957 bis 1962 Klavier an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar, wo er von 1968 bis 1984 selbst als Dozent im Bereich Jazz und Unterhaltungsmusik tätig war. Aus einer Ansammlung für diesen Zweck selbst geschaffenen Unterrichtsmaterials entstand so – ganz nebenbei – in den 1970er Jahren der 3-teilige JAZZ-PARNASS – bis heute eines der Standardwerke in Sachen Jazz-Piano, das sogar ins Russische übersetzt wurde und in der damaligen UdSSR in 25.000 Exemplaren erschien. Aber auch seine umfangreiche kompositorische Tätigkeit in nahezu allen Genres der Populärmusik setzte sich in seiner Lehrtätigkeit fort. Während er über viele Jahre hinweg für das Repertoire so namhafter Interpretinnen wie Gisela May, Uschi Brüning u. v. a. schrieb, sie auf dem Piano begleitete und mit dem Manfred-Schmitz-Trio europaweit jazzte, förderte er sowohl in Weimar z. B. Chanson-StudentInnen als auch an der Musikschule Berlin-Köpenick SchülerInnen, indem er für sie komponierte und mit ihnen produzierte. So ist er heute von etlichen BerufskollegInnen umgeben, von denen viele auf die eine oder andere Weise einmal Schüler bei ihm waren. Vielen Musikpädagogen ist Manfred Schmitz vor allem durch die große Bandbreite an LEHR- und SPIELLITERATUR für verschiedenste Instrumente und Ensembles bekannt, die sich an Vorschulkinder, Anfänger und auch Fortgeschrittene richtet. All dies ist wiederum eine Nebenwirkung seiner langjährigen Arbeit mit Schülern und Schüler-Ensembles als leitender Lehrer in der Musikschule Berlin-Köpenick bis zum Jahre 2004. Und statt nunmehr den Ruhestand wörtlich zu nehmen, geht die Aufarbeitung dieser Erfahrungen in eine neue Runde.
Leider verstarb Manfred Schmitz nach kurzer, schwerer Krankheit am 07.07.2014.