Solo for 3. Heft IV

Art.Nr.: 610448

Sprache: deutsch

Autor: Manfred Schmitz

ISBN: 978-3-89922-170-1

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Die vorliegenden drei Werke wurden für das Berliner Klaviertrio "Some Handsome Hands" komponiert und von diesem Ensemble uraufgeführt und auf CD eingespielt.

Alle Werke sind stilistisch den sogenannten New Classics zuzuordnen, d. h., weitgeschwungene melodische Linien werden mit interessanten, dem Jazz entlehnten Akkorden verbunden und diese zwei Komponenten in immer anderen Formen, mal romantisch, mal rockig, mal poppig, mal im Stil einer klassischen Toccata oder eines verträumten Chopin-Walzers variiert.

Solo for 3. Heft IV

Warum es nicht einfach mal zu dritt an einem Klavier versuchen? Die neue AMA-Reihe "Solo for 3" bietet genreübergreifendes Spielmaterial für Klavier zu sechs Händen.

In Heft 4 der Reihe sind drei Kompositionen enthalten, die stilistisch den sogenannten New Classics zuzuordnen sind, d. h. weitgeschwungene melodische Linien werden mit interessanten, dem Jazz entlehnten Akkorden verbunden und diese unterschiedlich variiert. So klingen die drei Stücke mal romantisch, mal rockig, mal poppig oder im Stil einer klassischen Toccata oder eines verträumten Chopin-Walzers.

Arnold Fritzsch’s Stück ist eine Transkription aus seinem szenischen Oratoriums „hadubrant“, das 2013 in der Gethsemanekirche in Berlin uraufgeführt wurde. Als Vorlage dienten ihm die althochdeutschen Texte des Hildebrandliedes aus dem 9. Jahrhundert. In diesem wird die Geschichte eines Vaters, Hildebrand, erzählt, der Frau und Sohn zurückließ um in den Krieg zu ziehen und nach 30 Jahren seinem ausgewachsenen Sohn Hadubrant unwissentlich im Kampf gegenüber steht. Fritzsch komponiert eine archaische, kraftvolle Musik, die vor allem von jungen Menschen instinktiv verstanden und ausgedrückt werden kann.

Martin Böttcher, der durch unzählige Filmmusiken (Winnetou, Edgar Wallace, Pater Brown) berühmt wurde, hat auch Chansons (unter anderem für Romy Schneider, Peggy March und Elisabeth Flickenschildt) und Kompositionen für Kammermusik geschrieben. Sein Stück „The New Way“ wurde von Manfred Schmitz für 6-Hände arrangiert. Das Stück soll rhapsodisch gesanglich interpretiert werden und orientiert sich an der von Martin Böttcher bevorzugten Musikgattung des Jazz.

Manfred Schmitz‘ „Rainbow Fantasy“ wurde von ihm direkt für das Klaviertrio Some Handsome Hands komponiert und erweitert das Repertoire für diese Art von Besetzung um ein weiteres romantisch inspiriertes Stück.

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Manfred Schmitz: Rainbow Fantasy

Manfred Schmitz dürfte wohl zu den fleißigsten Musikern der Gegenwart zählen. Dabei verbindet sich sein Schaffen als Pianist, Komponist, Arrangeur und Bandleader seit jeher auf einzigartige Weise mit seinem Engagement für den musikalischen Nachwuchs. Jahrgang 1939, studierte er von 1957 bis 1962 Klavier an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar, wo er von 1968 bis 1984 selbst als Dozent im Bereich Jazz und Unterhaltungsmusik tätig war. Aus einer Ansammlung für diesen Zweck selbst geschaffenen Unterrichtsmaterials entstand so – ganz nebenbei – in den 1970er Jahren der 3-teilige JAZZ-PARNASS – bis heute eines der Standardwerke in Sachen Jazz-Piano, das sogar ins Russische übersetzt wurde und in der damaligen UdSSR in 25.000 Exemplaren erschien. Aber auch seine umfangreiche kompositorische Tätigkeit in nahezu allen Genres der Populärmusik setzte sich in seiner Lehrtätigkeit fort. Während er über viele Jahre hinweg für das Repertoire so namhafter Interpretinnen wie Gisela May, Uschi Brüning u. v. a. schrieb, sie auf dem Piano begleitete und mit dem Manfred-Schmitz-Trio europaweit jazzte, förderte er sowohl in Weimar z. B. Chanson-StudentInnen als auch an der Musikschule Berlin-Köpenick SchülerInnen, indem er für sie komponierte und mit ihnen produzierte. So ist er heute von etlichen BerufskollegInnen umgeben, von denen viele auf die eine oder andere Weise einmal Schüler bei ihm waren. Vielen Musikpädagogen ist Manfred Schmitz vor allem durch die große Bandbreite an LEHR- und SPIELLITERATUR für verschiedenste Instrumente und Ensembles bekannt, die sich an Vorschulkinder, Anfänger und auch Fortgeschrittene richtet. All dies ist wiederum eine Nebenwirkung seiner langjährigen Arbeit mit Schülern und Schüler-Ensembles als leitender Lehrer in der Musikschule Berlin-Köpenick bis zum Jahre 2004. Und statt nunmehr den Ruhestand wörtlich zu nehmen, geht die Aufarbeitung dieser Erfahrungen in eine neue Runde.
Leider verstarb Manfred Schmitz nach kurzer, schwerer Krankheit am 07.07.2014.