Die Rhythmiklehre

Art.Nr.: 610102

Sprache: deutsch

Autor: Eddy Marron

ISBN: 978-3-927190-01-6

EUR 24,95
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Das weite Feld der Rhythmik wurde in der ansonsten hochentwickelten Musikpädagogik lange Zeit stiefkindlich behandelt. Dadurch ist bis heute noch die Meinung weit verbreitet, daß man "Rhythmus hat oder eben nicht".

Durch meine langjährige pädagogische Arbeit im rhythmischen Bereich bin ich jedoch zu der Überzeugung gelangt, daß man sich sowohl durch die Auseinandersetzung mit der Rhythmik im allgemeinen als auch durch das Umsetzen dieser Erkenntnisse in die Praxis ebenso weiterentwickeln kann wie zum Beispiel auf instrumentaltechnischem oder harmonischem Gebiet.

Das Ziel dieser Rhythmiklehre ist es, das rhythmische Bewußtsein des Lesers zu erweitern.

Dieses Buch erschließt sich einem jedoch erst, wenn man sich ans Üben macht: Es ist ein Übungs- und Arbeitsbuch, nicht unbedingt ein Lesebuch. Es ist in drei Teile gegliedert:

Im ersten Teil werden die Grundlagen vermittelt, die für das allgemeine Verständnis rhythmischer Zusammenhänge benötigt werden, wie z. B. die Notenschrift, die Taktarten, die Mikrotime, die Arbeit mit dem Metronom, das Zählen und dergleichen.

Der zweite Teil behandelt ausführlich die binären und ternären Haupt-Unterteilungsarten von Rhythmen. Hierbei werden die wichtigsten Einsatzmöglichkeiten des Metronoms ebenso behandelt wie alle binären und ternären rhythmischen Standard-Figuren, die ein sicheres Vom-Blatt-Spiel ermöglichen. Im achten Kapitel werden die verschiedenen binären und ternären Doubletime- und Halftime-Ebenen vorgestellt, die vor allem in der improvisatorischen Praxis von Rock, Pop und Jazz Verwendung finden.

Der dritte Teil dieser Schule ist schließlich der Polyrhythmik gewidmet.

Zu jedem wichtigen Sachverhalt sind eine Reihe von Beispielen aufgeführt.

Am Ende dieses Buchs befindet sich ein alphabetischer Index der wichtigsten rhythmischen Fachbegriffe.

Diese Schule baut auf der Erkenntnis auf, daß man nur dann erfolgreich an seiner eigenen Rhythmik arbeiten kann, wenn man die Möglichkeit hat, sich selbst zu kontrollieren. Aus meiner Erfahrung heraus ist dies am besten mit Hilfe eines Metronoms als Zwischenkontrolle zu erreichen.

Wenn man die in dieser Schule enthaltenen Übungen wie beschrieben ausführen kann, hat man mit Sicherheit sein rhythmisches Gefühl enorm verbessern können. Es ist dann nicht mehr unbedingt erforderlich, immer mit einem Metronom zu üben.

Das Ziel ist es also, sich so lange mit Hilfe der Zwischenkontrolle zur rhythmischen Sicherheit und Selbständigkeit zu erziehen, bis man auf das Metronom verzichten kann.

Ein musikalisches Arbeitsbuch für Instrumentalisten, Sänger und Tänzer in Klassik, Rock, Pop und Jazz

Mit der „Rhythmik-Lehre“ hat Eddy Marron (1938–2013), der lange Zeit als Dozent für Konzertgitarre und Rhythmik an der Musikhochschule Köln und der königlichen Hochschule für Musik in Den Haag tätig war, 1990 das erste Buch zu diesem Thema auf den deutschsprachigen Markt gebracht.

Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Teil 1 widmet sich den rhythmischen Grundlagen (Notenschrift, Taktart, Dynamik, Metronom). Im zweiten Teil werden dem Leser die Unterschiede zwischen binären und ternären Rhythmen erläutert, ein Unterkapitel über Doubletime- und Halftime-Ebenen in den binären und ternären Rhythmen führt den Leser in die improvisatorische Praxis ein, die im Rock, Pop und Jazz Verwendung findet. Hier spiegelt sich die praktische Arbeit von Eddy Marron als Jazzmusiker wieder, der mit Jochen Bauer, „Vita Nova“ und mit Peter Giger bei „Dzyan“ zusammenspielte.

Teil 3 führt den Leser in die Komplexität der Polyrhythmik ein. Anhand von 200 Übungen darf der Leser sich die immer schwieriger werdenden Übungen mit Händen, Füßen und Metronom verinnerlichen und koordiniert so die verschiedenen Rhythmen. Das Ziel aller Übungen dieses Buches ist es, sich mit Hilfe des Metronoms zu kontrollieren und eine rhythmische Sicherheit und Selbstständigkeit zu erreichen, um am Ende ganz auf das Metronom verzichten zu können.

Das gut strukturierte Buch ermöglicht es Tänzern, Sängern und Instrumentalisten aus allen Bereichen, ein gewisses Fachwissen über Rhythmik zu erreichen. Zusammen mit „ Der neuen Harmonielehre“ von Frank Haunschild, welcher bei der „Rhythmik-Lehre“ als Co-Autor in Erscheinung tritt, schaffen sich die Leser ein Grundlagenwissen, mit dem sie ihre musikalische Laufbahn kompetent fortsetzen können.

I. Teil: Die rhythmischen Grundlagen

 

1. Kapitel: Die rhythmischen Grundbegriffe

- Die rhythmischen Grundbegriffe

- Metrum, Puls und Rhythmik

- Der Takt

- Die Notenwerte

- Die Dreiteilung von Notenwerten (Triolen)

- Von den Duolen zu den Novemolen

- Die Pausenzeichen

- Der Punkt

- Der Haltebogen

- Der Viervierteltakt

- Andere Taktarten

- Betonte und unbetonte Taktzeiten

Synkopen

- Beat und Offbeat

- Time und Mikrotime

- Timing, Timefeeling und Groove

- Phrasierungs- und Artikulationszeichen

- Die dynamischen Bezeichnungen

- Allgemeinmusikalische Bezeichnungen

- Rhythmische Sonderzeichen

 

2. Kapitel: Das Metronom

- Metronom und Drumcomputer

- Die Arbeit mit dem Metronom

- Das Erlangen der rhythmischen Selbständigkeit

 

3. Kapitel: Das kleine Einmaleins der Rhythmik

- Das Zählen

- Das Vorzählen

- Die Sektionen beim Üben mit dem Metronom

 

II. Teil: Binär und Ternär

 

4. Kapitel: Die Pyramide

- Das Zählen der Pyramide

- Die Pyramide in der Horizontalen

- Die Pyramide in der Vertikalen

 

5. Kapitel: Die zwei Hauptunterteilungsarten

-Die binäre Unterteilung

- Die ternäre Unterteilung

- Das Bestimmen der richtigen Unterteilung

 

6. Kapitel: Binär

- Das Metronom auf Zwei und Vier

- Die Füße auf Eins und Drei

- Die Füße auf Zwei und Vier

- Das Metronom auf " "

- Das Metronom auf "e"

- Viertel, Achtel und Sechzehntel mit 16tel-Zwischenkontrolle

- Koordinationsübungen mit Wechselschlag in binärer Mikrotime

- Binäre Akzentverschiebungen

- Die binären Unterteilungsmöglichkeiten einer Viertelnote

- Die acht binären Standardfiguren und ihre Varianten

- Rhythmische Übungen mit binärer Unterteilung

 

7. Kapitel: Ternär

- Das Metronom auf dem dritten Triolenachtel

- Das ternäre Zählen

- Koordinationsübungen mit ternärer Mikrotime

- Ternäre Akzentverschiebungen

- Die ternären Unterteilungsmöglichkeiten einer Viertelnote

- Die drei ternären Standardfiguren und ihre Varianten

- Rhythmische Übungen mit ternärer Unterteilung

- Binäre Standardfiguren mit Dreier-Unterteilungen

- Viertel-Zwischenkontrolle (das Metronom auf Zwei und Vier)

- Die Annäherung zwischen binärer und ternärer Phrasierung

- Mischformen binärer und ternärer Unterteilung

- Die vorgezogene Eins

 

8. Kapitel: Doubletime und Halftime

- Doubletime-Feel und Halftime-Feel

- Binäre und ternäre Unterteilung von Doubletime und Halftime

- Binäre Doubletime und Halftime

- Ternäre Doubletime und Halftime

- Binäre und ternäre Mikrotime bei Doubletime und Halftime

- Die Verdoppelung und Halbierung des harmonischen Rhythmus

 

III. Teil: Die Polyrhythmik

 

9. Kapitel: Polyrhythmen und Verschiebungen

- Überlagerungen

- Rhythmische Modulation

- Metrische Modulation

- Drei gegen Zwei

- Zwei gegen Drei

- Komplementär-Polyrhythmen

- Sechs gegen Vier und Vier gegen Sechs

- Akzentverschiebungen mit überlagerten Rhythmen

- Die Anwendung polyrhythmischer Figuren in anderen Metren

- Vier gegen Drei

- Drei gegen Vier

- Fünf gegen Zwei

- Zwei gegen Fünf

- Sieben gegen Zwei und Zwei gegen Sieben

- Neun gegen Zwei und Zwei gegen Neun

- Fünf gegen Drei und Drei gegen Fünf

- Fünf gegen Vier und Vier gegen Fünf

- Sieben gegen Drei und Drei gegen Sieben

- Sieben gegen Vier und Vier gegen Sieben

- Neun gegen Vier und Vier gegen Neun

- Dreidimensionale Polyrhythmik

 

Anhang: Aus der rhythmischen Praxis von Jazz, Rock und Pop

Eddy Marron, Jahrgang 1938, war seit seinem 20. Lebensjahr Berufsmusiker. 1968 schloss er ein Studium der Konzertgitarre an der staatlichen Hochschule für Musik in Heidelberg-Mannheim ab. 1971 gründete er seine eigene Musikschule in Mannheim und leitete später die Jazzwerkstatt in Darmstadt. Seit 1981 war er Dozent für Gitarre in Köln. Eddy zog 1976 in die Niederlande, wo er an der königlichen Hochschule für Musik in Den Haag ebenfalls Dozent für Gitarre und Rhythmik gewesen ist. Er verstarb am 6. Februar 2013.