Acoustic Guitar - Rhythm & Rudiments No. 1

Art.Nr.: 610421

Sprache: deutsch

Autor: Peter Weihe

ISBN: 978-3-89922-139-8

EUR 34,95
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Wozu eine DVD mit Buch über „Akustische Rhythmusgitarre“, sprich „Schrammelgitarre“? — Das kann doch jeder, oder?

Eben leider nicht! Genau das ist nämlich ein großer und weit verbreiteter Irrtum, der schon so manchen virtuosen Gitarren-Helden in peinliche Lagen gebracht hat. Tatsächlich haben die meisten E-Gitarristen damit sogar große Schwierigkeiten.

Der Grund dafür ist schnell gefunden. Meistens wird total unterschätzt, wie die Feinmotorik, das Timing und die eigene Wahrnehmung trainiert werden müssen, um einen Groove auf der Akustikgitarre zu erzeugen. Also werden diese Dinge nicht trainiert. Und wenn es dann darauf ankommt, kann man das leider nicht kurz mal eben heimlich, panisch in der Proberaum-Ecke nachholen, weil es Monate oder Jahre dauern kann, bis ein einfacher Akustikgitarren-Rhythmus die anderen Bandmitglieder vom Hocker haut oder wirklich reif klingt. Dabei würden wir Gitarristen einen Drummer wahrscheinlich sofort für leicht gestört halten, wenn er grundsätzlich nur Doppel-Bassdrum- und komplizierte Snare-Rudiments üben, die HiHat dabei jahrelang ignorieren und glauben würde, dass das mit dem „coolen Groove“ dann schon von alleine klappt.

So kommt es dann, dass sich im Popkurs (Eventim-Popkurs an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg) zur Begrüßungs-Stunde jedes Jahr das gleiche Bild ergibt, wenn wir mit den neuen Gitarristinnen und Gitarristen im Kreis sitzen und eine Akustikgitarre herumreichen. Bei den meisten von ihnen klingt ein einfacher Rhythmus so, dass die anderen sich das Lachen kaum verkneifen können. Die- oder derjenige, der gerade dran ist, hört den Grund für die allgemeine Heiterkeit selber aber meistens nicht. Dabei sitzen dort lauter gute Gitarristen, von denen einige seit Jahren in Bands aller Stilistiken vom Rock, Pop über Punk und Metal bis Jazz spielen und andere bereits ihr Diplom als Jazz- oder Rockgitarrist in der Tasche haben. In der Runde gibt es dann aber auch ein paar, die selber singen und viele Songs schreiben, und bei denen klingt das Rhythmusgitarrenspiel dann oft schon sehr gut. Man kann es also durch Praxis und Übung lernen.

Wenn ich dann frage, warum diplomierte Gitarristinnen und Gitarristen das Rhythmusspielen nicht draufhaben, erfahre ich, dass die meisten Lehrerinnen und Lehrer an den diversen Hochschulen, Instituten oder Musikschulen sich ausgerechnet mit diesem Thema kaum bis gar nicht beschäftigen. Da ich aber aus meiner eigenen Praxis bei Studio-Sessions und live weiß, dass Akustikgitarren-Rhythmusspielen eine der grundlegenden, wichtigsten und meistgefragten Tätigkeiten eines Gitarristen ist, finde ich das schon fast berufsschädigend. Denn leider wurde schon so mancher aufstrebende Gitarrist wieder nach Hause geschickt, bevor er seine E-Gitarre überhaupt auspacken durfte, weil der Drummer zu dessen Akustikgitarren-Rhythmus nicht spielen konnte.

Die gute Nachricht ist allerdings, dass die Gitarristinnen und Gitarristen, deren Groove anfänglich für Heiterkeit sorgte, im Popkurs schnell ihr Rhythmusspiel verbessern konnten. Im Laufe der letzten 30 Jahre habe ich unter ihnen so viele verschiedene Persönlichkeiten mit individuellen Talenten und jeweils ganz eigenen Schwierigkeiten beim Rhythmusspielen kennen lernen dürfen, dass daraus ein Fundus an Übungen entstanden ist, die sich darin bewährt haben, diese Probleme zu beseitigen, einfach „wegzuüben“.

Als Detlef Kessler vom AMA Verlag mich fragte, ob ich eine Gitarrenschule schreiben wolle, dachte ich sofort an unsere jährliche Akustikgitarren-Runde, daran, wie die daraus entstandenen Übungen vielen Popkurslern geholfen haben zu sehr guten Rhythmus-Gitarristinnen und -Gitarristen zu werden und wie dieses Thema bisher vernachlässigt wurde. Die Idee für diese DVD war geboren! Damit möchte ich die Übungen einem größeren Kreis zugänglich machen. Mein Assistent und ich haben dazu viele der ehemaligen Studierenden interviewt und sie gefragt, welche der Übungen ihnen aus ihrer heutigen Sicht als Profi-Gitarristin oder -Gitarrist am meisten geholfen haben und welche davon unbedingt auf der DVD behandelt werden sollten. Diese Vorschläge haben wir gesammelt und ich stelle sie hier auf den vier DVDs in Form eines Gitarrenunterrichts vor, so wie ich ihn auch beim Popkurs halte.

Warum das Medium „DVD“?

Da ich ja immer wieder die Erfahrung mache, dass jeweils die Studentin oder der Student aus unserer Runde, der gerade spielt, seine Schwankungen und Fehler nicht bemerkt, war klar, dass ein Buch allein nicht helfen kann, die rhythmischen Probleme zu lösen. Der Leser würde dann zwar brav spielen, was da steht, könnte aber wahrscheinlich nicht wahrnehmen, ob er dabei schwankt, den Rhythmus verzieht, ihn ausdehnt oder staucht. Beim Unterricht im Popkurs hilft dagegen am meisten, wenn ich einen Beispiel-Groove spiele, die oder der Studierende diesen im Wechsel mit seinem eigenen Rhythmus hört und vergleicht, in hartnäckigen Fällen auf einer Aufnahme. Auf diese Weise schulen sie ihre Wahrnehmung, vor allem die Selbstwahrnehmung, und bekommen ein Gefühl für die Unterschiede und Nuancen. Gut, rein akustisch wäre das mit einer CD auch möglich gewesen und viele der besten Gitarristinnen und Gitarristen lernen ausschließlich nach Gehör. Aber bei vielen hakt der Groove, schon weil die Bewegungen nicht rundlaufen. Es ist nahezu unmöglich, die Bewegungsabläufe in ihrer Komplexität und Geschwindigkeit ausschließlich schriftlich zu erklären. Also haben wir uns entschlossen, sie auch optisch vorzuführen. Nicht nur die musikalischen Talente, sondern auch die für das Auffassen und Begreifen einer neuen Bewegung sind sehr verschieden verteilt. Einige Studierende lernen fast ausschließlich durch Imitation, während andere einen Bewegungsablauf besser begreifen, wenn sie ihn schriftlich erklärt in ihrem eigenen Tempo erarbeiten. Einen Groove muss man aber in jedem Fall hören; Noten auf Papier können nicht grooven, weil das eine Sache des Körpers, des Gefühls und der feinen Nuancen ist. 

[…]

Weitergehende Erklärungen zu den Bewegungsabläufen findest du in diesem Buch zur Basis-DVD. Die Noten und Griffe für die Rhythmusbeispiele gibt es ebenfalls zum Erarbeiten in den Büchern. Es geht mit einem Griff pro Übung ganz einfach los und nach und nach kommen weitere hinzu.

Acoustic Guitar - Rhythm & Rudiments No. 1

„Worum geht es?, Wie gestalte ich einen Groove?, Was mache ich falsch?, Wie kann ich üben?“ Mit diesen Fragen beschäftigt sich der bekannte Studiogitarrist und Produzent Peter Weihe, der mehr als 200 Mio. Tonträger eingespielt hat und damit ein Meister seines Faches ist, in seiner Schule „Acoustic Guitar – Rhythm & Rudiments“. 

Die Schule besteht aus einer DVD und einem Notenheft, wobei der wichtigere Teil die DVD ist. Wie bei seiner Seminartätigkeit im Popkurs an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg vermittelt der Autor die Lerninhalte, die sich auf die Bereiche der Gitarrenarbeit in Tonstudios bezieht. Das mitgelieferte Buch enthält Auszüge der Interviews von der DVD und faktisch gut recherchierte und unterstützende Texte, mit denen der Autor ein ansprechendes Gesamtbild entwickelt. Die Übungen können hier auch ergänzend zur DVD anhand von Bildern und Noten- und Tabulaturschreibweise eingeübt werden. In diesem Volume 1 geht es um die Basics wie richtige Haltung, Bewegungsabläufe beim Wechselschlag, einige grundlegende Basistechniken sowie mögliche Fehlerquellen. Hierfür bietet er aber direkt Lösungsvorschläge an, die er auch mit Lockerungsübungen versieht. Auch die Selbstwahrnehmung und das Gehör möchte Peter Weihe trainiert wissen. So geht es im Kapitel über Rudiments um Themen wie: Nutze ich den Sound meiner Gitarre richtig? Wie finde ich heraus, wie meine Gitarre klingen kann? Und Übungen zu Selektion der Saiten oder Anschlagspausen/Akzente und Timing.

Der Autor hat sich für die Form der DVD entschieden, weil der Gitarrist damit eine visuelle Kontrolle erhält, die durch ein reines Notenheft oder eine CD nicht gewährleistet ist, weil sich beim Spielen trotz allem Haltungsfehler einschleichen können. Damit ist diese Schule nicht nur an fortgeschrittene Gitarristen gerichtet, die ihre Begleittechnik überarbeiten möchten, sondern auch an Anfänger, die sich von Anfang an eine solide fachkundige Unterweisung wünschen. Da sich die Übungen und Themen auch auf die E-Gitarre übertragen lassen, ist diese Basis-DVD auch für E-Gitarristen interessant.

Vorwort 

Über Band 1

Zum Umgang mit DVD und Buch 

Hinweis zur Audioqualität auf den DVDs 

Hinweis zum Intro-Rhythmus-Riff der DVD 

Legende 

Worum geht es? 

01 Das Konzept der DVD-Reihe 

02 12/8-Riff 

03 16tel-Riff „Slow Funk“

04 Warum ist es so schwierig, die eigenen Timing-Schwankungen wahrzunehmen?

05 Beispiel: Boot — Laterne 

06 16tel-Rhythmus 

07 Kopf oder Muskeln — Was macht den Groove? 

08 Fußperkussion 

09 Zielvorstellung und Training 

10 Die positive Lernspirale 

11 Welche Talente sind gefordert? 

Wie gestalte ich einen Groove? 

Die Bausteine und typische Fehler 

12 Einfacher Achtel-Groove 

13 Welche Rudiments leiten sich daraus ab? 

14 Die durchgehende Achtel-Ebene 

15 Selektion der Saiten — tiefe oder hohe Saiten spielen? 

16 Anschlagspausen 

17 Akzente, Betonungen auf den „und“-Werten 

18 Typische Fehler 

19 Dynamik 

Was mache ich falsch?

Mögliche Schwierigkeiten — Ursachen und Lösungen 

20 Unregelmäßiger Anschlag 

21 Laubsägehaltung — der steife Arm 

22 Die Sitzposition 

23 Die Größe der Gitarre und die Bewegungsfreiheit 

24 Bewegung der Schlaghand I 

25 Das Timing und der Sound der hohen und tiefen Saiten 

26 Die Körperhaltung 

27 Wie man seine Sitzposition findet 

28 Die Bewegungsfreiheit der Arme — hängende Schultern oder aufrechter Sitz 

29 Die Sitzhaltung 

30 Das Vorschieben der Schulter 

31 Lockerungsübung für die Schultern 

32 Lockerungsübung für Arme und Hände 

33 Verspannungen bei längeren Sessions vor dem Mikro 

Wie kann ich üben? 

34 Bewegung der Schlaghand II 

35 Übung für das Handgelenk 

36 Drehung des Unterarms 

37 Halten des Plektrums 

38 Kleine, feste oder große, weiche Plektren 

39 Übung zur lockeren Haltung des Plektrums 

40 Verschiedene Plektren — verschiedene Sounds 

41 Schrägstellung des Plektrums, Anschlagsgeräusche 

Mit anderen Worten 

Die entspannte Haltung beim Üben 

Schultern 

Arm und Hand 

Arm- und Handhaltung mit Gitarre 

Der Aufbau einer lockeren Sitzhaltung 

Die Position der Schlaghand im Sitzen 

Die Handhaltung 

Die Plektrumhaltung 

Die Bewegungen von Arm und Hand 

Übungen für die Bewegung der Schlaghand 

Die Drehbewegung der Hand 

Übungen für die Bewegung des Unterarms 

Die Amplitude des Unterarms 

Die Greifhand 

Die Rudiments 

42 Nutze ich den Sound meiner Gitarre voll aus? 

43 Wie finde ich heraus, wie meine Gitarre klingen kann? 

44 Selektion der Saiten 

45 Anschlagspausen und Timing 

46 Akzente und Timing 

47 Alle merken‘s, nur ich nicht! 

48 Wie geht es jetzt weiter? 

Tipps zu Tempo, Klick und Lockerheit 

49 Vorsicht: Überkonzentration 

50 Wahl des Tempos 

51 Betonungen zulassen — dann reduzieren 

52 Anschlag — mittlere Lautstärke 

53 Lockerheit beim Üben 

54 Der innere Wächter vs. Kinder-Modus 

55 Nicht alles auf einmal üben! 

56 Das Spiel mit dem Klick 

57 Was passiert, wenn ich mich fokussiere? — Eine Übung 

Bonus 

58 Story: Eine Woche G-Dur 

59 Warum so eine einfache Gitarrenschule? 

60 Warum ist die Akustikgitarre so wichtig für die Popmusik? 

61 Der virtuelle Konkurrent

62 Der Gitarrist wird gefordert — von den Sängerinnen bis zu den Drummern 

63 Anekdote: „Mach doch mal den Gitarristen leiser!“ 

64 James Jamerson vs. Computer 

65 Verzahnen oder Stören — Spielen mit dem Drummer 

66 Fluch oder Segen des Klicks 

Stimmen der Leersaiten 

Anhang 

Intro-Rhythmus-Riff 

12/8-Riff 

16tel-Riff „Slow Funk“ 

16tel-Rhythmus 

Danksagungen

Videoausschnitte von Peter Weihe

- Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg für Gitarre, Groove/Rhythmik und Bandtraining im Popkurs (Kontaktstudiengang Popularmusik, Entstehung 1982), dessen Mitbegründer.

- Professor für Producing/Recording und Ensemble im Studiengang Popular Music der Hochschule für Musik, Theater und Medien, Hannover. 

- Als Studiogitarrist und Produzent tätig für mehrere 1.000 Produktionen, darunter diverse No. 1 Hits, Gold- und Platinauszeichnungen, z. B. Rainbirds, Rio Reiser, Chaka Khan, Bandits, Meat Loaf, The Royal Philharmonic Orchestra, Udo Lindenberg, PUR, Saint Lu, Jack Bruce, Pe Werner, No Mercy. 

- Er spielte über 200 Mio. Tonträger ein.